Die Struktur des Vertrauens

 

Wir leben in einer Krise des Vertrauens, die ganze Volkswirtschaften mit sich in den Abgrund zieht.

 

In die gegenwärtige Zeit passen zwei Veröffentlichungen, die das Phänomen „Vertrauen“ zu analysieren versuchen. Da wäre einmal The Trusted Advisor von Charles H. Green (2001) und Schnelligkeit durch Vertrauen von Steven M. R. Covey (2006), dem sich dieser Blog widmet.

 

Beide Autoren gehen das Vertrauen auf persönlicher Ebene (bei Covey „Selbst-Vertrauen“) recht ähnlich an, und beide stellen Formeln auf, die das Ganze entmystifizieren. Green, der zuerst veröffentlicht hat, definiert Vertrauenswürdigkeit als Glaubwürdigkeit + Zuverlässigkeit + Intimität dividiert durch Selbstorientierung (trustworthiness = credibility + reliability + intimacy / self-orientation).

 

Covey spricht auf dieser Ebene („Wave“) von den vier Kernen der Glaubwürdigkeit und stellt, aus der Perspektive des Rezipienten, vier damit korrespondierende Fragen: Kern 1 – Integrität, Sind Sie kongruent?; Kern 2 – Absicht, Was ist Ihre Agenda?; Kern 3 – Fähigkeiten, Sie sind relevant?; und Kern 4 – Ergebnisse, Was ist Ihre Erfolgsbilanz?

 

Mit Ausnahme seiner Aufnahme von Integrität in die Gleichung, behandelt Covey damit ein ähnliches Gebiet wie Green. Dabei ist er praxisrelevanter als Green, da die Formel durch 13 konkrete Verhaltensweisen angereichert ist, die im Alltag eine Richtschnur zur Lösung kommunikationsspezifischer Probleme zur Verfügung stellen. Covey unterteilt diese in drei Gruppen, Charakter, Kompetenz und eine Mischkategorie aus den beiden vorgenannten. Coveys wichtigste Aussage besteht darin, dass er überzeugend darlegt, dass sich vertrauenswürdiges Verhalten für Unternehmen tatsächlich rechnet: Zahlen Sie keine Vertrauenssteuer mehr, sondern verdienen Sie in Zukunft eine Vertrauensdividende.

 

Gemeinschaftsfähigkeit spezifiziert

 

Hier sind meine aus den Weltreligionen abgeleiteten Vorsätze im Kompetenzbereich Gemeinschaftsfähigkeit:

 

1. Aufmerksamkeit

 

  • Ich liebe Menschen.
  • Ich bin nicht leicht zu ärgern.
  • Ich folge den Absichten, nicht den Worten.
  • Ich sehe in das Herz, nicht auf das Gesicht.

 

2. Achtung

 

  • Ich prüfe zuerst mich selbst.
  • Ich kontrolliere mich.
  • Ich verurteile niemanden vorschnell.
  • Ich betrachte den Menschen als im Grunde edel und gut.
  • Ich bin wohlwollend gegenüber allen.
  • Ich liebe meine Mitmenschen.
  • Ich schade nach Möglichkeit niemandem.
  • Ich stehle oder raube nicht.
  • Ich spreche die Wahrheit.
  • Ich behandele jeden Menschen so, wie ich selbst behandelt werden möchte.
  • Ich achte ältere Menschen.
  • Ich ehre meine Eltern.
  • Ich finde Harmonie mit meinem Ehepartner.
  • Ich bin ein treuer Freund.

 

3. Einfühlungsvermögen

 

  • Ich bemühe mich, sanftmütig zu sprechen.
  • Ich fühle, was andere Leute fühlen.

 

4. Einigungsbereitschaft

 

  • Ich suche nicht nach Fehlern in anderen.
  • Ich prüfe meine Motive.
  • Ich bin nicht gierig.

 

5. Hilfsbereitschaft

 

  • Ich will, das die Absichten mit den höchsten Idealen realisiert werden.
  • Ich besiege das Böse mit Liebe.
  • Ich stifte Frieden, wo ich kann.
  • Ich tue gute Taten.
  • Ich betrachte die Welt als meine Familie.
  • Ich gebe, damit es langfristig mit Zinsen zurückkommt.
  • Ich versuche die Natur zu erhalten.
  • Ich bin gastfreundlich.
  • Ich helfe den Hilflosen.
  • Ich gebe ohne Gedanken an unmittelbare Belohnung.

 

6. Gerechtigkeit

 

  • Ich bin unparteiisch.
  • Ich verletze niemanden, der mir das nicht das selbe antun will.
  • Ich beichte meine Vergehen, weil gerechte Menschen vergeben können.
  • Ich gebe zu, wenn ich mich irre, und bereue.
  • Ich vergebe vergangene Verletzungen.
  • Ich verzeihe, und lasse von Ressentiments.
  • Ich wähle meine Gefährten mit Bedacht aus.

 

Quellen:

Jeffrey Moses – Oneness. Great principles shared by all religions, 2002

Bonnie Louise Kuchler – One Heart. Universal wisdom from the world’s scriptures, 2003

Glück mit Kompetenz

Zielführende Verhaltensweisen für nachhaltige Zufriedenheit

 

Hier mein Alternativvorschlag zu Covey, Branden und Greenspan…

 

I.         a. Auswählbares Rollen-Modell: „Mitmensch“ (Ren)

            b. Ziel: Tadellose Verkörperung seiner sechs essenziellen Eigenschaften

1.      Aufmerksamkeit

2.      Achtung

3.      Einfühlungsvermögen

4.      Einigungsbereitschaft

5.      Hilfsbereitschaft

6.      Gerechtigkeit

c. Erwiesene Kompetenz im Bereich:     Gemeinschaftsfähigkeit [ethos]

 

II.          a. Auswählbares Rollen-Modell: „Lerner“ (Zhi)

b. Ziel: Tadellose Verkörperung seiner sechs essenziellen Eigenschaften

1.      Lerneifer

2.      Unabhängigkeit

3.      Kontextbeachtung & Weitblick

4.      Kreativität

5.      Genauigkeit

6.      Logik

c. Erwiesene Kompetenz im Bereich:     Kognitive Kompetenz [logos]

 

III.        a. Auswählbares Rollen-Modell: „Wertschöpfer“ (Xin)

b. Ziel: Tadellose Verkörperung seiner sechs essenziellen Eigenschaften

1.      Strategischer Ehrgeiz

2.      Zielbewusstheit

3.      Vorausschau

4.      Eigenverantwortlichkeit

5.      Beharrlichkeit

6.      Selbstsicherheit

c. Erwiesene Kompetenz im Bereich:     Stärke [téchne]

 

Vertrauensregeln oder Verhaltensweisen?

 

Soeben ist die deutsche Übersetzung von Stephen Coveys Speed of Trust erschienen. Was mir als erstes auffällt, sind die vom Original abweichenden Übersetzungen der 13 Verhaltensweisen, die als „Vertrauensregeln“ übersetzt werden. Das ist insofern problematisch, da „Regeln“ Gesetzmäßigkeiten suggerieren, „Verhaltensweisen“ aber grundsätzlich trainierbare Interventionen implizieren.

 

Im Einzelnen sind zu kritisieren:

 

(Im Cluster I.) „Hinhören“ ist besser als „zuhören“, da es eine aktive Zuwendung zum Sprecher impliziert (Seite 216); „Achtung“ ist fundamentaler als „Respekt“ weil es diesen beinhaltet, ohne auf Furcht als Motiv hinzudeuten (Seite 152);  „Vertrauen ausweiten“ bedeutet etwas anderes als „Vertrauen schenken“. Geschenke sind umsonst, etwas auszuweiten setzt Arbeit voraus (Seite 231);  „Tatsachengetreue Rede“ ist leichter zu praktizieren als „Ehrlich sein“ (144);  „Loyal sein“ ohne „Loyalität zeigen“ ist wirkungslos (Seite 174);  „Verpflichtungen einhalten“ umfasst mehr als lediglich „Versprechen halten“ (Seite 224);  „Unrecht korrigieren“ bedeutet umfassend Gerechtigkeit zu praktizieren, nicht lediglich „Fehler wiedergutmachen“ (Seite 167)

 

(Im  Cluster II.) „Realität konfrontieren“ setzt kämpferische Aktivität voraus, sich ihr „zu stellen“ passives Aushalten (Seite 193)

 

(Im Cluster III.) „Verantwortlichkeit praktizieren“ ist leichter als „Verantwortung übernehmen“, was tatsächliche Initiative erfordert (Seite 208); „Resultat“ hat einen positivere Konnotation als das eher neutrale „Ergebnis“ (Seite 181); „Besser werden“ ist nicht so anspruchsvoll wie ein „Sich verbessern“, welches die ganze Person meint (Seite 186). 

Die Grundsätze eines friedvollen Kriegers

von Ch’onsa Kim

 

Die Kampfsportarten waren schon immer zutiefst in buddhistischer und taoistischer Praxis verwurzelt gewesen. Dies ist in den Kriegerkodizes, Grundsätzen und Lehren der verschiedenen Kampfsport-Traditionen offensichtlich. Die folgenden Grundsätze sind aus den verschiedenen Kriegergeistesphilosophien, die ich in den 28 Jahren meiner Ausbildung in verschiedenen Kampfsportarten gelehrt worden bin, kombiniert. Die Originalquellen sind mir unbekannt. Wenn ich oft über die Gewalttätigkeit und negatives Karma befragt werde, das durch das Trainieren in einer Kriegskunst generiert werden kann, ertappe ich mich dabei, diese Worte zu reflektieren, die ich gelernt habe, nahe an meinem Herzen zu halten. Diese Worte, die mich daran erinnern, dass die Kampfsportarten, die obwohl buchstäblich übersetzt, „die Kunst des Krieges“ bedeuten, in Wirklichkeit eine Kunst des Friedens sind.

 

Der Krieger ist bestrebt, über sich, seinen falschen Wahrnehmungen, seine Widersacher zu stehen… Seine höchste Leistung ist nicht eine des Sieges, sondern einer absoluten Wahrheit.

 

 

Ein Krieger, einmal in Krieger, wird immer ein Krieger sein.

 

Ein Krieger ist der Inbegriff von kontrolliertem Mitleid und kontrollierter Gewalt.

 

Ein Krieger spricht aus reinem Herzen und Verstand und übersteigt das Ego.

 

Ein Krieger ist jemand von großer Disziplin.

 

Ein Krieger ist ein Mann von wenigen Worten, der es unterlässt, ohne Grund zu sprechen.

 

Ein Krieger hat nicht den Luxus für Entschuldigungen.

 

Ein Krieger erkennt die Unterschiede zwischen dem Bedeutungsvollen und dem Trivialen.

 

Ein Krieger kann sich nie Furcht leisten, er lebt im Mangel von Furcht.

 

Ein Krieger lernt vor dem Angriff, wie man sich zu verteidigen hat.

 

Ein Krieger lässt nicht nach, die Fertigkeiten seines Handwerks ohne Ende zu entwickeln.

 

Ein Krieger erstrebt die Einheit von Verstand, Körper und Geist.

 

Ein Krieger versteht den Vorzug des Mitleids.

 

Ein Krieger strebt nach der Kenntnis von allen Dingen, ohne Rücksicht auf ihre Natur.

 

Der Beruf eines Kriegers ist Krieg, sein Produkt ist Frieden.

 

Ein Krieger integriert die Praxis der Wahrheit innerhalb aller seiner tagtäglichen Aktivitäten.

 

Ein Krieger sieht die Wahrheit innerhalb seiner selbst, innerhalb seiner Widersacher und innerhalb der Welt.

 

Ein Krieger ist nicht von allen Dingen getrennt, aber er ist bestrebt, als eins mit allen Dingen zu fließen.

 

Ein Krieger ist, wie Wasser, das die Gestalt ihres Behälters annimmt.

 

Ein Krieger stellt das Leben von jenen, die unschuldig und schwach sind, über sich.

 

Ein Krieger kennt Schmerz, Traurigkeit, Freude und Einsamkeit.

 

 

Haben Sie Mitleid mit allen Wesen und verursachen Sie ihnen weder unnötige Verletzung noch unnötigen Schaden.

 

Unterlassen Sie unnötiges Konkurrenzdenken, Pläne zum eigenen Vorteil zu schmieden, und andere zu unterjochen.

 

Wenn Sie Autorität über anderen akzeptieren, wissen Sie auch, dass Sie Verantwortung für ihr Wohlergehen akzeptieren.

 

Schätzen Sie wahre Freundschaft und erfüllen Sie Ihre Verpflichtungen, anstatt mit egotistischem Motiv zu kämpfen.

 

Suchen Sie Befreiung von den negativen Leidenschaften Hass, Neid, Gier und Wut und besonders von Wahnvorstellungen, Täuschungen und sinnlicher Begierde.

 

Lernen Sie, gehen zu lassen, was nicht Besitz sein kann, oder das durch Habgier zerstört wird.

 

Suchen Sie den Mut, um zu sein; verteidigen Sie sich und Ihre Überzeugungen.

 

Akzeptieren Sie Vergänglichkeit, das Unvermeidliche und das Unwiderrufliche. Wissen Sie, dass Änderung in allem existiert. Negieren Sie die Hindernisse für Ihr Erwachen; entdecken Sie das Positive im Negativen und suchen Sie einen bedeutungsvollen Zweck in dem, was Sie tun.

 

Seien Sie gerecht und ehrbar; empfinden Sie Stolz darauf, was Sie tun, anstatt stolz darauf zu sein, was Sie geschaffen haben.

 

Haben Sie Demut und Achtung und geben Sie jenen Dank, von denen Sie lernen, oder die sonst geholfen haben.

 

Handeln Sie in Harmonie mit Ihren Mitmenschen, mit der Natur und mit unbelebten Objekten.

 

Wissen Sie, dass eine Sache oder eine Tat, die einem selbst von geringem Wert erscheinen kann, ein unbezahlbarer Schatz für jemand anderen sein kann.

 

Helfen Sie jenen, die leiden oder benachteiligt sind, und, wenn Sie selbst erwacht werden, helfen Sie jenen, die suchen, ihr eigenes Potential zu realisieren.

 

Wissen Sie, dass es keine Scham im Fragen gibt.

 

Seien Sie in Ihrer Übung eifrig, und seien Sie beim Hören der Musik des Absoluten nicht so töricht, zu versuchen, sein Lied zu singen.

 

Denken Sie daran, die Quelle zu erneuern, um gute Gesundheit zu bewahren.

 

Suchen Sie weder Brillanz noch die Leere; denken Sie nur tief, und arbeiten Sie hart.

 

Wenn Sie ruhig sind, seien Sie wie der Berg; wenn in Bewegung, seien Sie wie der Drache, der den Wind reitet.

 

Seien Sie jederzeit gewahr wie der Tiger, der nur zu schlafen scheint, und lassen Sie den Verstand zu allen Zeiten wie Wasser fließen.

 

Wenn es verlangt wird, dass Sie handeln, erinnern Sie sich daran, dass das richtige Motiv wesentlich für rechtes Handeln ist, genauso, wie richtige Gedanken für richtige Worte wesentlich sind. 

 

Hüten Sie sich davor, Belastungen für sich selbst zu schaffen, oder für andere zu tragen. 

 

Handeln Sie mit der notwendigen Unterscheidung, seien Sie sowohl kreativ als auch aufnahmefähig, und übersteigen Sie die Subjekt-/Objekt-Dichotomie.

 

Wissen Sie, dass Sie nicht das Zentrum des Universums sind, aber lernen Sie, das Universum in Ihr Zentrum durch Akzeptieren des Augenblicks Ihres Wesens zu platzieren.

 

Suchen Sie Sicherheit innerhalb ihres Selbst, anstatt in Anderen.

 

Wissen Sie, dass sogar großer weltlicher Reichtum und die Ansammlung von materiellen Dingen von kleinem Wert sind, verglichen mit den unbezahlbaren Schätzen; Liebe, Frieden und die Freiheit zu wachsen.

 

Erlauben Sie sich, zu sein, so dass Ihr Leben eine Zeit des Blühens werden kann.

 

Original: http://www.boloji.com/buddhism/00116.htm

 

 

Die Linke entdeckt die Vertrauens-Triade

Soeben ist ein Buch von Steve Pavlina mit dem Titel Personal Development for Smart People erschienen. Pavlina führt darin Tugenden auf, die um die Kernprinzipien von “Liebe”, “Wahrheit” und “Macht” kreisen. Wie nicht schwer zu erkennen ist, handelt es sich hier um die wohlvertrauten Elemente von Wohlwollen, Kognitiver Kompetenz und Zuverlässigkeit in einer Terminologie, die an ein an New Age interessiertes Publikum appelliert. Im Prinzip richtig, bietet der Autor aber eine ausufernde Liste von Sub-Tugenden auf, die man sich in der Praxis nur schwer merken kann. Meine Hauptkritik ist also, dass es hier an der konzeptuellen Eleganz mangelt, die die Tugenden praxisrelevant machen würden. Man müsste hier schon mit einem auf enger Kontrolle basierenden System arbeiten, um all das in seinem Leben umsetzen zu können. Das ist wohl mehr als man der Generation Y abverlangen kann, an die sich das Buch (die verkrümmte Silhouette eines Jugendlichen berücksichtigend) richtet. Hier die vollständige Liste in deutscher Übersetzung mit den korrespondierenden Seitenzahlen:

INTELLIGENZ - 115

Authentizität - 117

Kreativer Selbstausdruck - 118

Wachstum - 119

Flow - 121

Schönheit - 122

 

WAHRHEIT - 3

Wahrnehmung - 4

Vorhersage - 5

Genauigkeit - 8

Akzeptanz - 10

Selbst-Bewusstheit - 12

 

EINHEIT - 69

Empathie - 71

Mitgefühl - 72

Ehrlichkeit - 73

Fairness - 74

Beitrag - 75

Einigkeit - 77

 

LIEBE - 27

Beziehung - 28

Kommunikation - 30

Kommunion - 31

 

MUT - 101

Herz - 102

Initiative - 104

Direktheit - 105

Ehre - 107

 

MACHT - 47

Verantwortung - 48

Verlangen - 50

Entschlusskraft - 51

Konzentration - 52

Anstrengung - 57

Selbstdisziplin - 58

 

AUTORITÄT - 85

Beherrschung - 86

Effektivität - 88

Beharrlichkeit - 89

Selbstvertrauen - 92

Signifikanz - 94

 

Covey, Branden, Greenspan nach Clustern

Hier eine Gegenüberstellung der Tugendsysteme der drei Autoren nach den drei unten beschriebenen Verhaltensclustern regruppiert:

COVEY

I.
Erst Hinhören
Achtung demonstrieren
Transparenz schaffen
Vertrauen ausweiten
Tatsachengetreue Rede
Loyalität zeigen
Verpflichtungen einhalten
Unrecht korrigieren

II.
Realität konfrontieren

III.
Erwartungen klären
Verantwortlichkeit praktizieren
Resultate liefern
Besser werden

BRANDEN

I.
Persönliche Integrität

II.
Bewusst leben

III.
Zielgerichtet leben
Eigenverantwortlich leben
Sich selbst annehmen
Sich selbstsicher behaupten

GREENSPAN

I.
Emotionale Bandbreite
Beziehungsfähigkeit
Moralische Integrität
Empathie
Kommunikationsvermögen

II.
Neugier
Kreativität und Phantasie
Logisches Denken

III.
Innere Disziplin
Selbstbewusstsein

Jeder Autor differenziert seine Tugenden je nach persönlicher Vorliebe bzw. Kenntnis in den drei Clustern unterschiedlich. Covey ist am stärksten in Cluster I (Wohlwollen) vertreten, Greenspan ist gut in Cluster II (Kognitive Kompetenz) und Brandens Stärke liegt in Cluster III (Zuverlässigkeit). Sie ergänzen sich gut, benötigen jedoch eine einheitliche Terminologie, die die Prioritäten klar werden lässt und idealerweise an die traditionellen Tugenden anknüpft.

Worauf es ankommt

Waren Buffett bezeichnete einmal Integrität, Intelligenz und Energie als die wichtigsten Auswahlkriterien für Manager.

Covey nennt Charakter und Kompetenz als wichtige Kategorien. Auf den Punkt gebracht, und unter Berücksichtigung von Greens Formel, kann man sagen, dass für den Vertauensuafbau drei Verhaltenscluster von essenzieller Bedeutung sind:

I. Wohlwollen (was Covey “Charakter” nennt),

II. Kognitive Kompetenz (”Intelligenz” laut Buffet) und

III. Zuverlässigkeit (der tiefere Sinn von “Energie”).

Nach dieser Einteilung lassen sich viele moderne Tugendsysteme kategorisieren, von denen die von Nathaniel Branden und Stanley Greenspan die bedeutendsten sind.

Buchzusammenfassung auf Video


Book Summary: “Speed Of Trust” By Stephen Covey - The best bloopers are a click away